Ich wähle einen Partner der mit ähnlich ist, um mich geborgen zu fühlen .Der anders ist, um mich zu ergänzen und wachsen zu lassen. Der mich als unaustauschbar bestätigt und mich akzeptiert wie ich bin.

Klingt toll oder?

Was aber wenn ich im Alltag die Ergänzung nicht als Bereicherung, sondern als erbitterte Erkenntnis: "Wir sind unterschiedlich" und das "an dir wachsen" zu mühsam und risikoreich erlebt wird?

Wenn ich mit der Zeit das Gefühl habe, nicht mehr gehört und wahrgenommen zu werden?

Partnerschaften, wie sie früher einmal gelebt und akzeptiert wurden, mit fix eingeteilten Rollen und Aufgabenverteilung für Frau und Mann, wurden weitgehend abgelöst von neuen Partnermodellen. Das bringt Freiheit individuelle und gemeinsame Lebensbereiche neu zu gestalten. Bedeutet aber auch, dass viel mehr besprochen und ausgehandelt werden muss.

Wusstest du dass der amerikanische Paarforscher John Gottmann herausgefunden hat, dass Vorwurfshaltung und Verachtung überwiegend bei Frauen, Abwehrhaltung und Mauern vor allem bei Männern eingesetzt werden?

Wenn sich beide zurückziehen, sich gekränkt fühlen, ergibt sich schnell eine Abwärtsspirale in der keiner der beiden Partner mehr in der Lage ist, dem anderen seine Bedürfnisse zu stillen.

Wenn dir das jetzt bekannt vorkommt solltest du darüber nachdenken ob es Zeit ist die Beziehung wieder zum Positiven zu verändern. Das bedeutet Arbeit und geschieht nicht von heute auf morgen, aber mit etwas Unterstützung und Anregung gelingt es euch sicherlich gemeinsam neue Lösungswege zu entdecken und zu gehen.